Nabu Thomas Weber
Die Uferschnepfe lebte ursprünglich in Heide- und Moorgebieten und ist heute ein seltener Brutvogel auf feuchten Extensivwiesen und Weiden. Als Nahrung dienen hauptsächlich Regenwürmer, die stochernd aus dem Boden geholt werden. Die Uferschnepfe ist ein Zugvogel, der ab Anfang März bei uns zu beobachten ist. Im Herbst verlässt sie uns wieder und überwintert an der Atlantikküste von Frankreich bis Westafrika, aber auch gerne auf Reisfeldern im Binnenland von Mali. Aufgrund von Entwässerung und Intensivlandwirtschaft wird die Uferschnepfe in der Roten Liste Niedersachsen als „vom Aussterben bedroht“ geführt. Im Emsland ist der Bestand in den letzten Jahrzehnten um mehr als 80 % eingebrochen.
Michael Trautnitz Nabu